TATTOOS - Alles was Du wissen solltest


Tattoos, wir setzen Zeichen.


Ein Tattoo drückt etwas aus, ob bewusst oder unbewusst.
Nur wenn ich mir zu 100 Prozent sicher bin, dass es „so weit ist“ setze ich mir das Zeichen der Zeit, daß ich bis zu meinem Lebensende tragen werde.


Von wem lasse ich mich tätowieren?


Nun versuche ich das Tattoo so günstig wie möglich zu bekommen und gehe zu einem Bekannten vom Kumpel meiner Tante, der macht es mir für 30 Euro! Manchmal sollen sich die Tattoos dort auch nicht all zu sehr entzünden und soweit auch ganz brauchbar rüberkommen.

............oder ich gehe zu dem neuen Studio, das gerade Eröffnungspreise anbietet und wo der Tätowierer auch schon seit 3 Monaten mit der Maschine umher hantiert. Dort sollen die Tattoos auch ganz manierlich aussehen. Die Linien sind nicht so korrekt, aber eigentlich geht es so.

............oder ich bin mir dessen bewusst, dass mein Tattoo immer auf meiner Haut sein wird und suche mir ein renomiertes Studio, welches schon seit Jahren oder Jahrzehnten Qualität unter die Haut bringt.

Das entscheidet jeder für sich selbst. EXTREMETATTOO sieht das Tattoo als ein Kunstwerk, eine Art Luxus, den man immer präsentiert. Unsere Kunden sollen immer mit Stolz ihr Tattoo tragen! Gute Tattoos sind teuer und wenn es das Portmonaise gerade nicht zulässt, dann lieber gar keine Tätowierung, als verkraxelte Linien, die ich nie wieder los werde.



Morgen ist mein Termin


Einen Tag vor Terminantritt rasiert man die zu tätowierende Stelle, ohne Mittel wie Rasierschaum etc. zu benutzen. Anschließend säubert man die Partie mit einer Peelingseife, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Nach diesen Vorgängen wird die Stelle gut eingecremt.

Abends geht’s pünktlich ins Bett; aber ins eigene und da wird dann schön geruht!!! ;-) ...denn unausgeschlafene Leute entwickeln ein deutlich höheres Schmerzempfinden.
    
Am Tag X isst man ordentlich Frühstück, lässt allerdings sämtliche koffeinhaltige Getränke weg.
Dann geht’s frisch ausgeruht, locker und entspannt ins Studio. Dort füllt man eine Einverständniserklärung aus. Diese dient der Sicherheit des Studios, da das Tätowieren und Piercen vor dem Gesetzgeber den Tatbestand einer Körperverletzung erfüllt.
Der Tätowierer ist sich seiner Verantwortung bewusst und zaubert Dir Dein Wunschtattoo nach allen Regeln der Kunst auf Deine Haut.

Tattoos und unsere Haut

hautAufbau der Haut :
Von aussen nach innen gesehen besteht die Haut aus folgenden Schichten:

• Epidermis oder Oberhaut,
• Corium oder Lederhaut und
• Subcutis oder Unterhaut.

Begrenzt wird die Haut durch die allgemeine Körperfaszie, die aus sehr festen Fasern, den so genannten Kollagenfasern besteht.
        

Pflegehinweise

Das frisch erstellte Tattoo wird von uns mit einem provisorischen Verband versorgt, damit vorerst keine Luft und kein Schmutz an die Tätowierung kommt. Nun haben die Poren Zeit, sich ohne äußere Einflüsse von innen zu schließen und noch einmal Wundwasser aus der leichten „Verletzung“ zu drücken.

Du solltest den Verband erst am nächsten Tag entfernen. Danach die frische Tätowierung vorsichtig mit lauwarmen Wasser abspülen. Hole dir dazu am besten parfumfreie, antibakterielle Seife aus der Apotheke. Benutze bitte auf keinen Fall zum Abwaschen einen Waschlappen, sondern nur Deine Hände! Die raue Oberfläche reizt die Wunde unnötig.

Danach alles kurz mit kaltem Wasser abspülen und vorsichtig mit einem fusselfreien Tuch (Küchenrolle) abtrocknen. Anschliessend eine Stunde an der Luft trocknen lassen. Jetzt  hauchdünn (die Poren brauchen Sauerstoff) unsere Tattoocreme auf das Tattoo auftragen (nicht einmassieren). Wund- und Heilsalbe (Panthenol) nur im Notfall benutzen, da diese Mixture nicht für Tattoos entwickelt wurde und somit auch nicht optimal auf die Verkapslung der Farbpikmente wirkt. Weniger gut sind Melkfett und Vaseline! Das Eincremen immer wiederholen, wenn die Creme kaum noch wahrnehmbar ist. Die Haut darf nicht austrocknen! Dein Tattoo solltest Du am Tag „danach“ noch ein- bis zweimal auf dieselbe Weise abwaschen, um die manchmal noch aus dem Tattoo austretenden Wundwasserperlen zu entfernen. Diese bilden sonst nur unnötig Schorf (Grind, Borke, Kruste).

Die Prozedur wiederholst du solange, bis der Schorf (Grind, Borke, Kruste) vollständig und von selbst abgefallen ist. Bitte nicht Kratzen oder Herumpulen! Damit entfernst Du sonst Farbpartikel, die dann der Tätowierung fehlen werden. Bei Juckreiz bitte so tun, als ob es dich nicht juckt...;-). Nach ca. 3-6 Tagen beginnt sich die Schutzhaut (Schorf) über der Tätowierung wie ein Sonnenbrand herunterzuschälen. Die angestochenen Hautpartien beginnen sich abzulösen. Darunter kommt eine glänzende Haut (Babyhaut) zum Vorschein. Diese ist die erste neu gebildete Haut über der frischen Tätowierung, unter der die eingestochenen Farbpigmente deutlich zu sehen sind. Vermeide Vollbäder und Marathonduschevorgänge, wobei das Bild Gefahr laufen würde, aufzuweichen und aufzuquellen. Das könnte Farbverlust bei der Tätowierung verursachen. Ebenfalls bitte keine Sauna, Sonnenbänke und Schwimmhallen, bevor das Tattoo verheilt ist. Eine frisch gestochene Tätowierung ist wie eine Wunde zu behandeln! Also bitte in den ersten Tagen vorsichtig damit umgehen! Für mindestens 6 Wochen kein Solarium und keine Sonneneinstrahlung. Denke auch danach noch an ausreichend Sonnenschutzcreme gegen die UV-Strahlung. Die einzige Alternative die es da gibt ist, dein Tattoo mit einem Lichtundurchlässigen Material zu bedecken.

Ob ein Tattoo nachzustechen ist, sieht man absolut erst nach 8 Wochen. Bei richtiger Pflege muß man sich dieser Prozedur allerdings nicht mehr unterziehen.

Wenn Du diese Pflegehinweise beachtest wirst Du viel Freude an Deinem Tattoo haben.


Das Letzte - “Biotattoos”

Immer wieder wird in Fachmagazinen und der Presse vor diesen, vermeintlich wieder verschwindenden, Tätowierungen gewarnt. Dies ist nun auch gerichtlich festgestellt worden. Das Amtsgericht Trier verurteilte eine "Biotätowiererin" zu einem Schmerzensgeld in Höhe von 5.000,00 DM (Amtsgericht Trier, Aktenzeichen 7C 233/99). Eine Kundin hatte sich bei der "Biotätowiererin" ein "Biotattoo" stechen lassen, welches - natürlich - nicht verschwand.

Laut (Werbe-)Aussage verschiedener "Biotätowierer" wird die Farbe bei diesem Verfahren nur in die obere Hautschicht eingebracht, womit gewährleistet wird das dieses "Biotattoo" nach einigen Jahren wieder verschwindet. Ein Gutachter stellte nun jedoch fest, dass Farbpigmente, die lediglich in die obere Hautschicht eingebracht werden, innerhalb von vier Wochen durch den Prozess der Hauterneuerung völlig verschwinden würden. In dem vorab dargestellten Fall jedoch geschah das nicht. So müssen sich die Farbpigmente also in tieferen Hautschichten befinden, womit klar ist das sich nicht mehr “von selbst” verschwinden können.